Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460689
Michelagniolo, Lionardo, Rafael, neben Savonarola und 
Macchiavelli zu einer bethörenden Kunst bei Tizian und 
Ariosto; hier verlockt die Sinne der durchtriebenste 
Naturgenuss,  bei dem die Natur freilich nicht viel 
mehr als Gelegenheitsmacherin ist,  hier schweift in 
heissen und abenteuerlichen Träumen die Menschenseele 
schrankenlos hinaus, um im werkfeindlichen Sinnenkult den 
süssen Einklang mit der Natur wiederzusuchen.   
Vielleicht ist dieser Zusammenhang der Renaissance 
mit der Antike die Ursache gewesen, dass die trans- 
alpinische Formenwelt dem Deutschen schmackhafter 
wurde und diese Teilwelt der grossen italienischen Be- 
wegung bis Winckelmann, ja bis heute den grösseren 
EinHuss auf unsere Kunst ausgeübt hat. 
Auch hier stehen wir vor einer geschichtlichen Er- 
scheinung von Bedeutung für die deutsche Kunst,  sie 
beschreibt den 7weiten Bewegungskreis von Arnold 
Böcklin, dem Ariostds: wRasender Rolandm sein Leb- 
tag nach dem Wort eines seiner Freunde die litterarische 
Bibel War! 
Wie aber ein jedes Gewächs in Kraft und Eigenart 
des Wachstums nicht allein vom Klima, vom Sonnen- 
schein, Feuchtigkeit, NVinden, sondern auch vom geeig- 
neten Boden bestimmt wird, so ist's auch mit der Kunst, 
die ja das empfmdlichste und zarteste Gewächs des 
menschlichen Geistes ist. Bestimmende Ideenkreise und 
mächtige Formenvorbilder des Auslandes rufen noch
        

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