Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Meissner, Franz Hermann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1460355
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1461571
sich hinstarrend sitzt ein blaugrau gekleidetes Weib. 
Das vhörbarer Schweigen im Walde,  das stille Grauen 
bei hereinbrechender Diimmerung und die schreckvolle 
Beklommenheit bei einem plötzlichen Geräusch, wie das 
Eichhörnchen am Stamm, die Eidechse am Boden, das 
Rascheln im Laub und das Knacken eines trockenen 
Zweigs sie verursachen,  diese leisen Regungen der 
still atmenden Natur in ihrer Wirkung auf die Nerven sind 
hier,  so unmalbar sie auch scheinen müssen, bevor man 
das Bild kennt,  mit greifbarer Plastik ausgedrückt.  
Wie die wNajadenK ist auch das Idyll: wIm 
Meerer (1886) eine Variante zum vSpiel der Wellem. 
Ganz an sein Thun hingegeben schwimmt da ein alter 
Seekentaur über das glatte Meer und fügt des wBasses 
Grundgewalta zum Ton der ungefügen Harten-Saiten; 
mitsingende Nymphen aber und lachende Tritonen be- 
gleiten ihn munter.  Der skizzenhafte vTanz um die 
Bakchussäulex,  das reizende Bildchen der vHerbst- 
gedankenr (1886) mit einer sinnend durch die herbst- 
liche Natur am Bachufer wandelnden Frau entstehen 
weiterhin in diesem Jahr; wobei das Letztere in der 
schmelzvollen Koloristik eine Perle genannt werden 
muss.  
Wie wundersam treu ist das Gedächtnis bei diesem 
merkwürdigen Mann! Er arbeitet kaum vor der Natur, 
 er nimmt sie  ein goldechter Impressionist!  
nur mit den Sinnen auf,  er träumt von ihr, bis der 
Traum grossgenährt ist, und fällt dann mit mächtiger 
Faust darüber her, das Hüchtige Phantasiebild auf die 
Tafel zu zwingen.  Schack tritt eines Abends in
        

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