Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456596
Böcklin meinte, er müsse nun braunroten Lack an- 
schaffen. Denn Lackfarbe, frisch (aber sparsam) aufgetragen 
(z. B. auf den feuchten Streifen), hat in der Erscheinung 
stets etwas ungemein Nasses, was nie verschwindet. 
Juli 
Bei Gelegenheit des Huflattichs, dessen Blätter Böcklin 
sehr schön in der Linie gruppiert hat, äufserte Böcklin: 
Bei jeder Linie, die man malt, müsse man zugleich an 
die Gegenlinie und die Gegenrichtung denken. 
Böcklin malte den Vordergrund rechts unten. Unter- 
malung: mausgrau (d. h.: Kernschwarz, Weil's und etwas 
Grün) und Weifslichgrau, dann überging er die grauen 
Stellen ziemlich Warm (bräunlichgelb), und nachdem dies 
etwas angezogen hatte, mit einem lichteren graueren Ton 
(das Moos damit etwas zeichnend) und malte einige- 
Pflanzen hinein, die im Moos wachsen. So bei a) (vgl. 
die Skizze nebenan) jene feuerroten Blättchen, die man 
an ihren feuchten Plätzen gewöhnlich für Blumen hält, 
f", "Jir. u dann b) die plattwachsen- 
(i. i:  u" I"! den Butterblumenblätter, 
f- "Lmwblc lr  v.    
   ;v_ die, wie Bocklin es hierge- 
4" Ü  K malt hat, auch an senks 
'  I" rechten Flächen wachsen- 
l    {ä Endlich bei c) unten Blätter- 
 ,   gruppen, die cichorienartig 
 f" wachsen, d. h. um einen 
[In Punkt, und hier an der 
w - K. senkrechten Fläche über-
        

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