Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456575
erzählte mir Böcklin, er habe manchmal, um sich in 
Zeit der Not Geld zu verschaffen, auch für solche 
Händler gemalt. Sie bezahlen schlecht (5-15 scudi). 
Man könnte aber, wenn man vorsichtig anfängt, fast in 
einem halben Tag solch Bild malen. Man müsse nur mit 
einer grauen (nach Umständen vielleicht grünlichgrauen) 
Untermalung beginnen und dazu die Uebermalung mit 
Benutzung des Grundes einrichten.  Niemand könne 
einem nachweisen, 0b das dann Grund oder gemalt sei. 
So hätte er ein paar Mal das Forum malen müssen, als 
er einmal notwendig Geld brauchte. 
Juli 
Böcklin hat nun die Lattichblätter gemalt, eine 
wundervolle Gruppe, klagte aber, dais er selbst mit 
starken Farben nicht das prächtige Grün erzielen könne. 
Sie seien bei ihm immer noch grauer, als die grünmoosige 
Felswand. Das Hindernis läge wahrscheinlich in dem 
violettgrauroten Gewand, neben dem die Blätter zu 
bräunlich erschienen. Er wolle aber jetzt auf die untere 
Hälfte der Figur mehr Licht fallen lassen, so dal's nur 
der obere Teil Dämmerton behalte. Neben reinerem Rot 
würde dann wohl das Grün richtig sein. 
Da die Blätter, obwohl in schönem Verhältnis zur 
Figur, ihrem natürlichen Mafse nach 
r- l  f- i zu klein waren, so rückte Böcklin die 
 g Figur Weiter vor, indem er sie auf 
 l einer höheren Platte stehend malte, 
l Ä: wodurch er mehr Raum für den
        

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