Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456550
die durch das Rieseln entstanden, warfen zitterndc Schatten 
(und Lichtstellen) auf den Boden. 
Obwohl die Waldung über der Grotte fortgeschlagen, 
hat sie doch immer noch durch die Schlingpfianzen (Gais- 
blatt, Wein und Winden, auch Epheu) ungemeinen Reiz. 
Das Bosko, eine kleine dichte Baumgruppe in der Nähe, 
hatte durch den zitternden Sommerduft davor schönen 
duftigen Ton. 
Böcklinmachte michaufden grofsen Farbenumfang 
dieser Stelle (von der Luft an, über dem sehr unter- 
schiedenen Berg, über die Hügel, die Wiese bis zu den 
dürren braungelben Halmen mit roten Mohnblumen des 
Vordergrundes) aufmerksam. Er hob eine blafsrote Mohn- 
blume auf, hielt sie gegen diese Töne und bewunderte 
die schöne Harmonie zu allen Farben und meinte, wie 
schön sich ein Seidenkleid von dieser Farbe hier aus- 
nehmen Würde. 
NVir zeichneten darauf beim Turm am Bach Lattich. 
Dann afsen wir Mittag in einer Campagna-Osteria an der 
Straße nach Albano und hielten auf den Tischen Mittags- 
ruhe. Am Nachmittag wieder zu den Lattichblättern am 
Bach.  Böcklin sagte sehr richtig, wie es doch eigentlich 
recht unklug wäre, so Vieles anzusehen. Wenn man 
dieser Blätter wegen allein hinausginge und diese recht 
studierte und beobachtete, würde man mit viel bleibenderen 
Eindrücken heimkehren. 
Nachdem wir hier ein zweites Bad genommen, kehrten 
wir über das braune Stoppelfeld und am Bacchustempel 
vorbei bei Sonnenuntergang heim. Auf der Landstraße
        

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