Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456531
wogegen Blau hier disharmonisch ist. Es wäre ihm noch 
nicht gelungen, dahinter zu kommen, Weshalb dieeince 
Farbe in der Harmonie eines Bildes zulässig sei und die 
andere nicht. Wie zwei Töne in der Musik noch nicht: 
so auch nicht zwei Farben; erst eine. 
Disharmonie machen. Ich suchte es 
disharmonisch sind, 
dritte kann sie zur 
mir so zu erklären, dafs Gelb dem Rot verwandter wäre 
als Blau. Böcklin aber sprach von anderen Ursachen: 
Durch den Kontrast von Hell und Dunkel würden die 
Nerven unseres Auges mehr afficiert, als durch zwei. 
starke Farben, und da er dunkle Stämme vor heller Luft. 
im Bilde hätte, so erschiene wohl eher gegen diese Härte 
das Gelb, Rot und Grün milde.  Die Venezianer hatten 
oft fast alle Farben auf ihren Bildern, aber sie haben 
durch einen durchgehenden Ton (gelb oder bräunlich) die. 
Schärfe der Farben gebrochen. 
IO 
Juli 
Mit Böcklin im Val d'Egeria. 
Rendezvous 11,7 morgens im Cafe nuovo. Dann zur 
Porta S. Giovanni hinaus. Die Sonne stand noch tiefund 
beleuchtete warm die schwefelgelb blühenden Akazien der 
Landstrafse, dazwischen mit hartblauen Tönen Blätter, die 
auf ihren Schattenseiten Luftreüexe auffmgen, was unan- 
genehm bunt aussah. Böcklin nannte das wfalsche Tönen. 
Vorm Thor wurde, je höher die Sonne stieg, die 
Beleuchtung immer schöner. Am schönsten und einfachsten 
ist sie stets am Mittag. Als wir von der Landstraße 
rechts zum Thal abbogen, wurde der XVeg wunderschön.
        

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