Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456514
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des Bildes dadurch gröfser und dieses wahrer und 
plastischer. Die Büsche, welche gegen die Ferne stehen, 
müfsten grau und in der Farbe untergeordnet werden, da 
sie vom Licht überstrahlt werden. 
Besonders aber rechts in der unteren Ecke mufs 
alles klar in der Farbe und präcise dastehen; desto weiter 
wird der Abstand vom Vordergrund bis zur Ferne. Es 
ist auch naturgemäß, dass hier die Farben am klarsten 
werden, wie mir Böcklin mit der Palette zeigte, indem er 
sie erst gegen das helle Fenster und dann darunter hielt. 
Böcklin sagte (wohl in Beziehung auf seinen Petrarc a): 
Man sollte in einer Landschaft immer das weite 
Hinausgehen empfinden und gewissermaßen vom Nahen 
zur Ferne herumspazieren können. Das sei der Fehler 
bei seinem grofsen Bilde (den Göttern Griechenlands. 
obwohl dieser Titel längst aufgegeben); dafs es sich von 
unten nach oben aufbaue. Er gab nachher allerdings zu. 
dafs der Charakter ja auch ein anderer, mehr erzählcnder 
sei, WO man ein Ding mehr nach dem andern geniefse, 
nicht wie beim Petrarca alles auf einen Blick. 
Juli 
Böcklin stimmte erst den grofsen Eichenbusch in 
der Mitte des Bildes bräunlichviolett (mit fast sonnigem 
Anhauch), um den Verdergrund mit der Ferne zu ver- 
binden; dann machte er die unteren Steine gröfser, und
        

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