Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456401
Hätte er nur solch unverwüstlich schöpferisches Talent 
wie Rafael! Der würde solch ein Bild wie seinen „fl0 ren  
tinischen Dichter" gewifs in 14 Tagen gemalt haben, 
während er oft daran zweifelte, ob er es überhaupt so malen 
könne und schon eine neue Leinwand bestellen wollte. 
Nun hat er das rote Gewand tiefer graurot gestimmt 
und die Kappe von derselben Farbe gemalt. Das vom 
Kopf herabhängende Zeug schlang er nicht mehr 
so eng um den Hals, weil er meinte, dies und 
die andersartige Farbe seien der Hauptgrund 
gewesen, weshalb die Figur immer zu kurz und Nf H 
der Kopf zu grofs erschienen sei. Man müsse 
danach streben, Figuren lang und grofs wirken zu lassen, 
und nicht durch durchschneidende Formen oder Farben 
zu verkürzen. Das wissen die Frauen auch 
sehr wohl, dal's ein breiter Besatz am Kleide 
klein macht. ß 
Wenn auch dunkler im Ton, sei sein Rot   
(als stärkere Farbe) doch an Leuchtkraft der f] i 
Wiese draufsen gleich. I 
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Böcklin änderte noch die Hirtin, indem er ihr Weifse 
Hemdärmel und ein dunkel ponceaufarbenes Mieder gab 
(dunkel Eisenoxyd) und die Korallenkette, als zu klein- 
lich, fortliefs. Durch diese Weifsen Hemdärmel drückt sich 
das Hinüberneigen besser aus. Auch hat sie jetzt bräun- 
liches Haar. Böeklin liefs nun die vorderen Figuren einst- 
Weilen ruhen und begann den ferneren Teil herauszubilden
        

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