Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456365
heit zu erreichen glaubte. Wir haben viel dunklere 
Mittel, als auf jenen Bildern angewendet sind, und ihr 
dunkelstes Mittel ist immer noch ein gebrochener Ton 
(Wohl nur durch den vergilbten Firnifs). Wenn man die 
Dunkelheit nicht erreicht, so liegt es meistens daran, dal's 
man dem präcisen Vortrag der Alten nicht gleichkommt, 
der auch eine Hauptursache der Brillanz ihrer Farben ist. 
Die Erfahrung, dafs die Farben auf alten Bildern viel 
gebrochener sind, als man glauben sollte, hat auch Len- 
bach gemacht, der zu farbig anfing und seine Farben 
dann immer mehr wieder herunterstimmen mufste. Das 
Blau des Himmels auf der himmlischen und irdischen 
Liebe war zuletzt gar kein eigentliches Blau und ist von 
Anfang an wohl nur ein sehr schwaches gewesen. 
22. Juni 66. 
Böcklin meinte, er hätte (bereits früher auf der 
Photographie) richtig empfunden, dafs vorn ein breites 
Licht sein. müsse, damit es dagegen klein in die Ferne 
hinausgeht. , 
 Wenn man in der YVeise, wie Böcklin diesmal, das 
Bild beginnt, so könnte man die übrige Kreidezeichnung 
auswischen, und die Phantasie Würde in dem dunkeln 
Grau weiterspielen und das Auge sich das Fehlende hinzu- 
Phantasicren. Man liefse so der Phantasie den schönsten 
Spielraum.  
Das früher blaue Kopftuch ist nun gelb 
um den Teint dunkel und grauer zu machen. 
selben Zweck hat Böcklin hinter dem Kopf 
Scmcx, ßöcmm  TAGEBUCH 
übermalt, 
Zu dem- 
kalt rosa- 
4
        

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