Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456354
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Böcklin: Man braucht um den Gesamteffekt nicht in Sorge 
zu sein, der beruht auf einfachen Gesetzen. Wenn man 
ihn vorher überlegt hat, so genügt es, wenn man ihn 
nur immer im Auge behält. 
Juni 
Böcklins Igjähriger Hochzeitstag. Wir haben ihn 
mit Augusto und den ältesten Kindern in der Vigne des 
Sor" Michele gefeiert. Nachher haben wir bei Böcklin 
und seinem Hauswein noch bis 12 Uhr zugebracht. 
Böcklin sprach von Gum migutt (Gamboge), Welches 
eine verrufene und doch ganz haltbare Farbe wäre. Man 
sagt, dal's sie verschwände. Böcklin hat einmal ein Bild, 
das schon farbig War, mit Schwarz und Weil's Wieder 
durchmodelliert und dann, bald stärker, bald schwächer, 
je nachdem es die verschiedenen Gegenstände bedingten, 
mit Gummigutt überzogen, der in Oel durchsichtiger ist, 
da einige Gummiteile in Wasser unlöslich sind.  
Dann ging er mit mehr Erfolg wieder den Lokal- 
farben nach. Auf diese NVeise sei er sicher, dafs das 
Bild seine Harmonie behalte, wenn auch der Gummigutt 
vcrschwände. 
Böcklin erzählte von einem Kopisten, der den Mem  
li n g in der Galerie Doria kopierte und das schwarze Gewand 
pechschwarz kopierte und noch immer nicht die Dunkel-
        

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