Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456347
im Gegenteil nur dadurch, 
leicht das der Ballustrade 
dafs ich nahes Grün 
 lebhafter machte. 
 viel- 
Oder: 
der graue Himmel erschiene zu bläulich, so wird dies 
nicht aufgehoben, wenn ich einen Fleck von starkblauem 
Aether anbringe, sondern im Gegenteil nur, wenn ich 
ein starkes Orange in die Nähe male. 
Dem Merkur möchte er ein goldenes Gewand malen, 
um Himmels willen keinen Stoff wie Tuch etc., den man 
nach der Elle messen könnte. Hut 
vielleicht von Elfenbein, oder besser  
noch von einem Stoff, der gar nicht   
bekannt ist, und so fort. Wenn die  
weifsen Teint (Götter wurden mit  
zartem Teint gedacht) vielleicht  
statuenhaft wirkt so kann das diese     
Gestalt in so lebhafter mensch-  
licher Bewegung hier mehr ver-  
tragen als sonst, weil das ver-  
hindert, dafs sie gemein erscheint.       
Böcklin malte (wie die Nymphe) auch die Hirtin 
ziemlich fertig, bevor er weiter ging. Er meinte, wenn 
61' Oberflächlich weiter ginge, käme er nicht dazu, die 
Figuren mit Liebe durchzuführen. Ich sagte, die grofsen 
alten Maler hätten es wohl auch oft so gemacht, dafs sie 
V0n der fertigen Hauptsache ausgingen und danach erst 
C1118 andere entstehen liefsen, z. B. Velasquez in seinem 
angefangenen Knabenporträt in der Galerie Doria und 
Tizian bei seiner Madonna in den Uftizien.  Worauf
        

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