Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456303
Die meisten dunkeln Farben trocknen langsam, aufser 
Umbra. Von den hellen Farben trocknet Neapelgelb am 
schnellsten, lichter Ocker langsam.  
Nachmittags mit Böcklin in Villa Borghese. 
Das Wetter drohte anfangs mit Regen, so dal's wir 
unter Büschen Schutz suchen mufsten, wurde dann heiter, 
später wieder Regen. Die Pflanzen sind prachtvoll ent- 
wickelt. Vor der Höhle war der grüne Grasteppich mit 
grauen, blühenden Halmen durchmischt, wie grüner Sammet. 
An feuchteren Stellen dunkelgrün. Bei dem kleinen 
YVasserfall vorn war schönes Schilf, mit langherunter- 
hängender Waldrebe durchüochten, an deren senkrechten 
trocknen Gehängen das Wasser herunteriiols. Die Moose 
Waren von der Feuchtigkeit ganz schwarz (mit bläulich- 
schwarzen Reflexen), darauf hellgrüne Blätter in hartem 
Kontrast. Im Lorbeerhain lagerten wir.  Verschiedene 
Spezies von Lorbeer.  Die Stämme mannigfaltig mit 
langen dunkelgraugrünen Moosen, zwischen denen der 
Stamm hellgrün. Für Lorbeerstämme sind kleine runde 
weifsliche Flechten (grünlichweifs) charakteristisch. 
Boden mit vielen trockenen Blättern zwischen grünen 
Blättern. Gegen ein durchscheinendes Blatt zeigte mir 
Böcklin, wie schwachgrün das Bodengrün ist, und welche 
reiche Skala bis zum Grün jenes Blattes, und wie sehr 
man sich? vor starkem Grün im Bilde "hüten müfste. 
NVciterhin auf der Wiese viele Malven; Ahorn und deutsche
        

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