Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456292
eckigen Formen der Kutten. Der sterbende Franciscus 
selbst bildet eine Kommode. 
In München, sagte Böcklin, würde er zu den krassesten 
Naturalisten, Pilotyanern etc. (von Pecht) gerechnet. 
sterbende 
Franciscus 
Juni 
Durch die Beschaffenheit der Leinwand und durch das 
Verreiben der Farbe, war Böcklin die Leinwand (zum 
Petrarca) zu rauh, worauf er dann Schlämmkreide mit 
Kopaivabalsam rieb, dazwischen auf der Palette den 
Ton nachmischte und damit die Poren ausfüllte. Er em- 
pfahl mir dieses Mittel sehr und meinte, es liefse sich 
sehr schön darauf malen; die Farbe erhalte dadurch etwas 
Rätselhaftes, Unbestimmtes. Würde er nun dick hinein- 
malen, so wäre aller Zauber der Farbe vernichtet, Dick- 
malcn wäre überhaupt etwas Rohes, wodurch stets alle 
Form und milde Erscheinung zerstört würde. Man-müsse 
leise und vorsichtig jeden Ton zum Grund bestimmen. 
Die älteren Meister bereiteten sich ihren Malgrund 
auf Holztafeln folgendermafsen: Erst geleimt, dann Leim 
und Schlämmkreide, dann wieder Leim und alles ganz 
blank geschliffen.  Natürlich kann man auf einem blanken 
Grund der Farbe mehr Reiz geben. 
Böcklins Palette: Mumie (asphvzmltartig), Chrom 
schwefelgelbe, soll haltbar sein), dann Morellensalz 
violettes englisches Rot und gebrannter Dunkelocker. 
Kein Goldocker, von dem Böcklin nichts hält. 
(das 
und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.