Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456284
Sondern es schwebe _ihm unbestimmt vor, dafs das Bild 
wie ein Tizian oder Caracci aussehen müsse, und dies 
Suche er zu verkörpern, gleichviel, 0b mit naturgerechten 
Mitteln oder nicht. Nicht dem Wesen der Sache ginge 
er nach, sondern der Farbenidee. Er disponiere sich z. B. 
den Effekt: hinten Grün, darauf das Fleisch grau und vorn 
stark Rot, und dazu suche er sich den Gegenstand. Kein 
Auffassen dem Charakter gemäfs; wie man etwa bei einem 
jugendlichen Kopf an Rosen und Heiterkeit denkt, bei 
älteren Leuten an ernstere Umgebung. 
Was Wirkung der Farben zu einander anbelangt, so 
hätte Riedel darin sehr viel Beobachtungen gemacht. Seine 
Peris wären fein in der Wirkung geworden, und es wäre 
merkwürdig, was er für ein leuchtendes Rot (das dabei 
Tiefe hat) nur n1it Zinnober erreicht hat, indem er Grün 
daneben stellte und das Rot über Fleisch, Flügel und 
iGrund verbreitete und zum Bilde hinausgehen liefs. 
Böcklin, indem er über die stilistische Richtung der 
Franzosen sprach, der auch Benouville 1 angehört, nannte 
ihre Richtung das Kommodensystem, das darin besteht: 
wo sie nur irgend können, Senkrechte und Wagerechte 
anzubringen und die Verlegenheitsecken zwischen den 
Kommoden des Vordergrunds und der Ferne mit heraus- 
wachsenden Bäumen oder Büschen auszufüllen. So sei 
Benouvilles Franz von Assisi auch nur aus Begeisterung 
für die Linie entstanden und vielleicht für die mathematisch 
1 Läon 
H.) 
Bänouville , 
französischer 
Historienmaler , 
1821 
bis 
1859-
        

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