Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456248
Blätter waren dann etwas gewellt oder geschwungen, wo- 
durch die Gröfse angedeutet Wird.  
Von immergrünen Eichen und Lorbeer ist schwer zu 
sagen, was dunkler ist; einmal dieser, ein andermal jene. 
Die ersteren sind aber etwas grauer und stumpfer. 
Naturstudien kann man nicht grofs genug zeichnen, 
weil man sich dann erst über die Formen klar bewufst wird. 
Juni 
Vor allen Dingen müsse ich suchen, erst Organismus 
in mein Bild zu bringen, 0b dann eine Partie Weiter vor 
oder zurück mufs, fände sich hernach leicht. Ob Baum- 
partien (wie hier der Oleander) auch im Bilde Wurzel oder 
Stamm haben, kommt wenig in Betracht; die Hauptsache 
bleibt stets das schöne Verhältnis der Partien zur Figur. 
Man mufs ohne Rücksicht auf Farbe anfangs nur auf Formen, 
Licht und Schatten ausgehen. Das kostet zuerst Ueber- 
Windung. Später gewöhnt man sich aber daran und hndet 
gleiches Gefallen an der schönen Form. (Vgl. später.) 
Juni 
Böcklin hat vom Grafen Schack in München den 
Auftrag erhalten, eine 1859 für Cotta gemalte Grisaille: 
die Götter Griechenlands (für die Jubiläumsausgabe 
von Schillers Gedichten) als 8-9 Fufs hohes Oelbild zu 
malen. Böcklin hatte eine Photographie jener Arbeit zur 
Hand, die von der meinigen, welche aus einem früheren 
Stadium stammt, mannigfach abweicht. Mit diesem gröfseren
        

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