Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456235
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genommen hatte, und zwar auf einer circa zwei Meter 
langen Leinwand, die er dunkelgraugrün getönt und auf 
der er dann die ungefähre Wirkung mit Weifs heraus- 
modelliert hatte. Das Motiv ist eine XValdlandschaft; 
links ein Durchblick auf einen nicht zu fernen Hügel. 
Vorn gegen einen Felsen gelehnt, steht der Dichter in 
violettem Gewande. (Auf der etwa gzölligen Skizze ist 
er rot.) Das ganze Bild ist noch fast schwarzgrau (Kern- 
schwarz), nur die violette Figur und der Lichtblick, der 
auf den fernen Hügel fällt, haben stärkere Farbe. 
Juni 
Umzug in das frühere Lehmannsche Atelier in der 
Via Margutta. 
Böcklin folgt mit regster Teilnahme der Entwicklung 
meines Bildes der beiden Leonoren. (Vergl. später.) 
Er sprach vom Naturstudienmalen. (Wir beobachteten 
eben gewittrige Luft, in der sich graue Wolken vor gelbes 
Licht schoben): Am besten wäre eine neutrale graue Lein-_ 
wand, anstatt der gebräuchlichen hellgelben. Wenn die 
Leinwand nun einen kaltgräulichen Ton hätte, so würde 
man finden, dal's reines Weifs vielleicht schon das gelbliche 
Wolkenlicht giebt, und so müfste man fortfahren, die Töne 
zur Leinwand zu bestimmen. 
Brennesseln hatte Böcklin im Albanergebirge sehr 
üppiggesehen und in ansehnlicher Gröfse. Die unteren
        

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