Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456161
Die Figur hatte Böcklin bis jetzt aus dem Kopf ge- 
malt und die Falten sehr schön wahr dargestellt. Anfangs 
hatte er nur Gürtel a gemalt, da schien aber u 
(auch nur, weil das Verhältnis der Teilung nicht  
schön war) der untere Teil stets zu lang, was y 
durch Zufügung des Gürtelsbsogleich gebessert  i! 
wurde. Ebenso musste bei den Schuhen das f I; 
Band c zugefügt werden. j 
Bezüglich der oben besprochenen Mafs-  
Verhältnisse seines Bildes sagte Böcklin noch: l 
Man darf von solchen Mafsen nicht ausgehen, 
Wo aber etwas im Rhythmus der Darstellung  
oder in den Gröfsenverhältnissen wohlthuend  
aufs Auge wirke, läge gewifs ein leicht zu " 
übersel1endes oder ein wiederkehrendes Mafs- 2 
Verhältnis zu Grunde. ä  
27. Mai 66. 
Sonntag. Nachmittags mit Böcklin, Marees und 
Augusto vor Porta S. Paolo in Tre Fontane. 
Alles war in herrlicher Entwicklung. Wir fuhren 
beim Vestatempel und am Aventin vorbei, auf dem der 
Fenchel sehr schön in üppigen gelbgrünen Doldenstengeln 
Wuchs; auch Wucherte rotviolettes Löwenmaul an den 
Mauern. Der Omnibus hielt bei S. Paolo. Zu Fufs ging 
es dann bei Ponticelli vorbei, WO links schöne Situationen: 
Hügel mit leichten graziösen Bäumchen, steilen Abfällen, 
auch schönen Felsabstürzen; zuweilen verdichtete sich der 
Baumwuchs zu kleinen Hainen. An der Seite des Weges
        

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