Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459891
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Verschiedenheiten und besonders hervorgehoben hart 
sprechende, schwarze Lokaltöne: Schleier, das Haar des 
Christus. Nur das goldigbraune Haar der Magdalena 
könnte farbig genannt werden. 
August 
Als ich bei meiner Rückkehr von Genf Wieder durch- 
Basel kam, hatte Böcklin wohl ein Fünftel des zweiten 
Freskobildes schon vollendet. Er hat den letzten 
Marmorgrund so festschlagen und festdrücken lassen, dafs 
er mattglänzend war; an einigen Stellen, z. B. bei den 
Köpfen, hat er den Grund durch Andrücken mit dem 
Spachtel noch glatter gemacht. Der Maurer hätte sich 
ungern dazu bequemt, den Grund zu schlagen. "Das ein- 
fache Andrücken bewirke aber fast dieselbe Festigkeit 
und Glätte. 
Er sähe jetzt auch ein, aus welchem Grunde die 
Alten so gern grüne Erde zum Modellieren der Formen 
gebraucht haben: sie verhindern das zu schnelle Auf- 
saugen und Einschlagen der darauf gemalten Farben, was 
sonst das Malen des Fleisches sehr erschwert. 
Zinkweifs, Mennig und chinesische Tusche bewähren 
sich als vollkommen solid. 
Prächtig ist der Kopf der Flora mit mittelrotbraunem 
Haar und fast himmelblauem Band darin (grün Ultramarin 
und Weiß). 
Weiter ist der Putto, welcher auf die Blumen in 
seinen Armen niederschaut, wunderschön in der Stimmung: 
Veilchen; der Kopf ganz hellblond und fast kaum von
        

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