Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459868
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das Relief der Farbe, und auf diesen Kalk wurde dann 
Farbe und Form darauflasiert und durch leichte Töne 
lasierend herausmodelliert. Nur bei einem Bilde wäre 
er im Zweifel über die Technik: bei dem schwebenden 
Faun mit Früchten und Nymphe, von ihm gestützt, mit 
Thyrsus; die Behandlung des Gewandes ist ihm rätselhaft. 
Die alten Dekorateurs seien im Fresko nicht so 
ängstlich gewesen, wie man es heutzutage sei: die zu- 
bereitete Fläche in einem Tage fix und fertig zu bemalen. 
Es sei ja erwiesen, dafs der Grund mehrere Tage nafs 
bleibe. Zuweilen hätte ihnen auch eine blofse Kalk- 
tünche genügt, wie in dem Columbarium der Villa Pamhli, 
wo in dieser XVeise eine Malerei über die andere ge- 
bracht ist. 
17. ]uli 69. 
Die Zubereitung des Mauergrundes zum zweiten 
Fresko verzögert sich, weil der Maurer keinen Marmor- 
staub bekommen kann. Böcklin sagt, er würde sich 
diesmal möglicherweise begnügen müssen, statt dessen 
Quarzsand dazwischen zu nehmen, was fast dieselben 
Dienste thue. Beim ersten Fresko reichte das Marmor- 
pulver nicht aus zur ganzen obersten Lage; der Maurer 
hatte darum noch etwas anderes daruntergenommen, was 
 wie er versicherte  denselben Zweck erfüllen werde. 
Die Mauer ist aber an der Stelle geborsten. 
Auch das Fresko des David ist voller Risse. Zur 
Quadriga will Böcklin einen Pferdekopf modellieren. 
Das zweite Fresko glaubt er leicht zu malen und 
hofft, die definitive Wirkung mehr in der Gewalt zu haben,
        

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