Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459851
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 Bei der Ausführung des Fresko würde er vermeiden, 
die Augensterne klar zu zeigen; überhaupt würde er sich 
den Ausdruck zerstören, Wollte er anfangen, die Augen 
zu begrenzen. Der Blick, dasgeistig Sprechende, ist beim 
.Auge die Hauptsache, nicht die Form: dagegen müsse 
er bei den Füfsen der Nymphe z. B. mehr darauf sehen, 
wie sie sich gut im Umrifs losheben würden. Die inneren 
Töne hätten hier wenig Bedeutung. 
Wo beim Mauer grun d wieder verdächtige, wasser- 
dichte Kalksteine wären, wolle er sie abspitzen und Back- 
steine davor legen lassen; dann eine dicke Kalklage, diese 
ordentlich festschlagen und dann darauf malen (letzte 
Lage Marrnorstaub). Nach der ersten Anlage der Figuren 
Will er den Grund mit einem 2-3" breiten Spachtel 
glätten. Man kann nicht vorher glätten, sonst geht beim 
Malen der Glanz wieder fort. 
Auf dem K o n t u r k a r t 0 n müsse er noch fortwährend 
berichtigen, denn er könne vieles in diesem kleinen Karton 
nicht machen, was im Grofsen gut stehe, z. B. das Vor- 
schneiden eines Profiles vor einem andern und dergleichen. 
Bei der Ausführung könne und dürfe er nichts direkt 
kopieren, er müsse es immer wieder neu erfinden und 
dürfe sich nur an die Haupterscheinung des Kartons halten. 
Ueber pompejan ische Technik. Tänzerinnen: 
Auf den geglätteten, schwarzen Grund wurden die Umrisse 
übertragen, oft eingedrückt; dann nach dem Umrifs der 
Figuren Kalk aufgepinselt, zum besseren Binden, daher
        

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