Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459815
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und Spiritus von hinten fixiert; scheint mir aber fraglich, 
da die Kartons nicht dunkel und durchscheinend! Es 
gäbe noch eine Art: Kolophonium und 
aber das Papier noch dunkler machth 
Venezianischer Terpentin anzuwenden? 
Terpentin, was 
Wäre vielleicht 
Juli 
Wir Nordländer haben" gewöhnlich keine oder nur 
schwach ausgebildete untere Augenwimpern; Italienerinnen 
dagegen oft sehr starke, was sich meist wunderschön 
macht.  
  Bei der Nymphe z. B. im zweiten Fresko könne er 
jedoch so etwas nicht anwenden; es gäbe dem Ausdruck 
etwas zu Entschiedenes und Bestimmtes und würde viel- 
leicht mehr für eine koloristische Anlage passen. 
In Mailand (Brera) wäre ein wunderschönes altes Bild, 
von wem wisse er nicht; es stelle St. Sebastian oder dergl. 
vor: auf dunklem, violettschwarzem Grunde, mit nach oben 
fiatterndem grünem Mantel, dessen Falten scharf gebrochen 
und mit schwarzen Tiefen sehr wirksam gemalt sind. Da 
sage nun Burckhardtt. die Tiefen seien leider ganz 
schwarz nachgedunkelt; und dabei seien doch in der Natur 
die Tiefen eines dunkelgrünen Gewebes gewifs unverkenn- 
bar schwärzlich ,  wie die jedes andersfarbigen dunklen 
Stoffes. Die Kunstgelehrten wollten überall den soge- 
nannten Goldton sehen. 
Böcklin warnt vor allen Kupferpräparaten und vor 
Berliner Blau, selbst wenn sie auch bei alten Bildern oft 
angewendet zu sein scheinen.
        

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