Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459792
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prägen Wollte; es ist thöricht, wenn 
hübsches Aussehen für andere sieht. 
man 
bei 
Studien 
auf 
Die Pferde der Quadriga werden weifs; das eine, vor 
dem Schenkel des Apollo, wird an Schnauze und Augen 
schwärzliche Töne erhalten; die anderen vor der blauen 
Luft wahrscheinlich rosafarbene Schnauzen. 
Die Vergoldung der Strahlen will Böcklin auf dem 
nassen Kalk mit Streifen Blattgold auftragen. Das 
Muschelgold, das er beim David gebraucht, mufs unrein 
oder unecht gewesen sein, denn es ist schwärzlich ge- 
worden. Blattgold ist heller und glänzender und wird, 
wie er hofft, das Licht der Decke dem Beschauer wider- 
spiegeln. 
In die Fenster Will er Milchglasscheiben setzen lassen, 
die, ähnlich wie die Fensterschirme der Kupferstecher, 
das Licht gleichmäßig über den ganzen Raum verteilen. 
In der Freskomalerei kann man nur mit Schraf- 
iierungen malen; er hätte jetzt aber etwas herausgefunden: 
Wenn man nach dem Malen mit dem Spachtel (Stahl 
wird vom Kalk nicht angegriffen) glättetgso bekommt die 
Malerei eine ganz eigene rätselhafte Erscheinung. Die 
Frische und Keckheit der Behandlung bleibt und kommt 
sogar noch mehr zur Geltung; und die Textur des Bildes 
erhält etwas Delikates. 
Das Glätten mit dem Spachtel geschieht nicht mit der 
glatten Fläche, sondern sie wird etwas schräg gestellt, als 
wolle man mit der scharfen Kante etwas vom Kalkstrich
        

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