Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459693
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gröfsere 
so , wie 
trachtet. 
Farbenkraft 
wenn man 
notwendig sei; es ist dies gerade 
durch farbige Gläser ein Bild be- 
Ich meinte, ich hätte beobachtet, dafs ein Schatten 
desto dunkler scheint, je verkürzter er gesehen wird. 
Böcklin sagte dagegen: Wenn man sich auf die Be- 
obachtung der Schatten in der Natur legt, so findet man, 
dafs sie garikeine so grofse Rolle spielen, als man ge- 
wöhnlich meint. Das sachliche Interesse wiegt fast stets 
vor, und da bemerkt man oft die Schatten nicht. Von 
einem Baum z. B. mufs man den Schlagschatten erst 
suchen, man mufs darauf aufmerksam gemacht werden, 
um ihn zu sehen. Wenn man hinaus in den Garten und 
auf die helle, von der Sonne beschienene Stelle sieht, so 
bemerkt man die Schatten kaum; sie sind eben nur da, 
während sie sich, einzeln gesehen, besonders auf dem 
nackten Erdboden ziemlich scharf getrennt zeigen. Ein 
andermal beobachtet man, wie bei einem Maurer auf 
einem Schieferdach, oder bei jemand, der vor einer hell- 
beschienenen Mauer vorbeigeht, der Schlagschatten dunkler 
und harter begrenzt ist, als die ganze Person (geneigt 
beschienene Flächen). Und bei Ziegen auf Felsen hätte 
er gesehen, Wie man manchmal am Felsen plötzlich den 
Schatten eines Ziegenkopfes sieht, und die Ziege selbst 
mufs man suchen. 
Den 
Panischen 
Schreck 
hat 
mit 
nicht 
Gummi 
Gutti gemalt. Die Ursache, dafs das Bild gelb geworden, 
liegt darin, dafs er damals viel mit Siccatif de Courtray 
gemalt. Siccatif die Hattemegilbt noch vielvmehr. Es ist
        

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