Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459655
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Die Nischen mit den gemalten Statuen sind ganz 
frappant und um so merkwürdiger, da man sie ganz nahe 
sieht. Jetzt ist das Zimmer leer; die Wände haben eine 
dunkelrote Seidentapezierung, die sehr gut steht, und 
das dunkle Holzwerk, Lamberie, Thüren und Fenster, ist 
geschmackvoll und noch aus alter Zeit. 
Juni 
Spricht etwas seinen Zweck nicht klar aus, und 
steht es unentschieden da, so hätte er immer das Prinzip: 
fort damit! denn dann schade es nur. Nur keine Halb- 
heiten , 
sondern 
alles 
entschieden 
und 
wirksam. 
16. juni 69. 
Freskofarben. Böcklin hat heute mit Dr. Bulacl1er 
chemische Experimente angestellt. Es ergab sich daraus, 
dafs alle Präparate von Schwefel, Antimon oder Queck- 
silber nicht stichhaltig sind. Neapelgelb darum nicht, 
weil aufser Bleioxyd Antimon darin ist. Brauchbar jedoch 
sind: Mennig und Operment; auf letzteres kann man 
verzichten, da man mit Gelb hinreichend versehen ist. 
 Was jedoch von grofser Wichtigkeit ist: es ergab 
sich, dafs Bleiweifs und Zinkweifs sich vollkommen gut 
bewährten. Bei Bleiweifs mufs man sich mit den Mischun- 
gen in Acht nehmen und es z. B. nicht mit Ultramarin 
zusammenbringen, Weil dieses aus Schwefel präpariert wird. 
Zinkweifs hält aber unter allen Umständen und bei allen 
Mischungen; es ist dies darum von so grofser Wichtigkeit, 
Weil es nicht, wie der Kalk oder gar wie Kreide, wenn
        

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