Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459616
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Dampf? 
Schellack 
Cornelius 
fixiert. 
hätte 
noch 
VOIl 
der 
Rückseite 
mit 
Juni 
 Museum. Hirschjagd. Als heute der Sonnenschein 
über das Bild streifte, sah man recht, wie vorn das Licht 
auf den welken Blättern und auf den vorderen Büschen 
absichtlich gekleckst und zum Teil fett mit dem Spachtel 
darauf geschmiert war, um dem Beschauer in der Nähe 
Unbefriedigtsein zu erregen und ihn zu zwingen eine ge- 
wisse Distance einzunehmen; sonst ist das Bild dünn und 
einfach gemalt, zum Teil, wie die leichteren Baumkronen, 
alla prima, aber mit sicherer, ja kühner und meisterhafter 
Pinselführung. Alles dekorativ von grofser Wirkung. 
Christus und Magdalena ist schon nicht mehr 
so klecksig, jedoch immerhin sehr breit. 
Viola aber breit und höchst sorgfältig. 
Zweites Museumsfresko. Karton. Er denkebei 
allen Figuren an die energische Sonderung von Licht und 
Schatten; während der erste Karton im hellen Licht mit 
oft nur in Kontur angedeuteten Putten, ist hier in allem 
Licht- und Schattenwirkung angestrebt. 
Der Mantel dürfe nicht blau werden, weil er gegenüber 
im Apollofresko das Blau wirken lassen wolle und man 
von jedem Bilde durchaus anders berührt werden solle. 
Zudem bekomme er auf dem Bilde ein blaues oder blau- 
graues Meer. Vielleicht Würde er ihr einen grünen 
Mantel geben; das würde ihm das Malen der vielen Figuren 
davor sehr erleichtern.
        

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