Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456064
Es ginge 
ranken u. 
dies 
s. w. 
HUF 
durch 
kleine 
Sachen , 
die 
darüber 
Ich bewunderte Böcklins Naturkenntnis und mit welcher 
Richtigkeit und Sicherheit er die Pflanzen selbst bei der 
Untermalung schon gezeichnet hatte. Da meinte er, er 
erfinde sie meistens; das sei keineswegs schwer, wenn 
man sein Gefühl dafür geübt habe. Es sei ihm vorge- 
kommen, dafs er Blumen (in gewisser Ahnung) erfunden 
habe. Nachher sei ihm von Blumenkennern gesagt worden, 
das sei diese oder jene Pflanze, von welcher er im Leben 
nichts gesehen hatte. 
Die Felswand rechts brauche nicht besonders ge- 
gliedert zu sein, wenn man nur mit perspektivischem Sinn 
ihr Zurückweichen ausdrücken könne, und das thun die 
feuchten violetten Streifen, die sich zwischen kaltgrünen 
(deckgrünen) Flechten (oder Streifen) die Wand hinunter- 
ziehen. 
Nachdem wir am Abend mit den Arbeiten abge- 
schlossen hatten, gingen wir zum Thor hinaus nach der 
Vigne a1 Chiavetto, in der Nähe von Ponte molle, wo 
wir mit anderen Künstlern zusammentrafen. Unterwegs 
erzählte Böcklin aus seinem Leben: wie er nach der 
akademischen Zeit in Düsseldorf eine Zeitlang in Belgien 
(Brüssel) gewesen, wie ihn sein Vater zwingen wollte, 
seine thörichten Jugendpläne aufzugeben, und wie er dann 
seine Vaterstadt mit ein paar Gulden in der Tasche ver- 
lassen habe, um in Rom sein Glück zu versuchen. 
ß  z- 
slaw- 

        

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