Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459511
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Erde und musizierend, durch ein Fenster sieht man ein 
schlafendes Kind. Feuerb ach hat später dieses Motiv 
benutzt. Schon damals hat Böcklin einige Fresko- 
versuche gemacht; in Rom später ein Jahr verexperimen- 
tiert, nach Neapel. Freskobild: einige Kindergestalten 
auf der Treppe zu seines Bruders Wohnung (am Blumen- 
rain).  
Den Pan hat er dreimal gemalt. Von dieser Zeit 
hat er in Rom noch zwei Bilder mit Jagden gemalt. 
Die eine mit mehreren Figuren, die eine Felsgegend 
herunterkommen; rechts ein Wasserfall; Abendstimmung. 
Dann eine Eberjagd: Einer, der sich, mit dem Rücken 
gegen einen Felsen, mit erhobenem Spiel's gegen einen 
Eber verteidigt. In Rom malte er damals auch die 
Nymphe an der Quelle, die durch Lenbach an 
Schack kam. 
Erstes Oktoberfest, Rom 1865, auf Holzplatte. 
Stellenweise sehr nachgegilbter Firnifs; harzige Stellen 
nach vorn ausgeschwitzt. 
Das Bild ist durch und durch Lustigkeit, Sonnen- 
schein, Farbenbuntheit; man sieht, Böcklin hat das Bild 
lustig aus sich herausgeschrieben, ohne weiter nach Regeln 
zu fragen. Blumen und Obst, Rosen und Orangen in 
Fülle, buntes Laub: braunes, grünes und fahler grünes. 
Es ist nicht eine Stelle auf dem Bilde, aus der nicht 
Sonnenschein und Lustigkeit in Form und Farbe spräche; 
die Helligkeit des Bildes und der Sonnenschein allein 
giebt dem Bilde Wärme, denn in dem Gewirr von Farben 
stehen zuweilen ganz positiv kalte Farben; im Allgemeinen
        

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