Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459396
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Weil 
die 
Härte 
VOI] 
Licht 
und 
Schatten 
im 
Goldrahmen 
das Bild in einen gedämpften Ton bringt, der über alle 
Farben Harmonie verbreitet. Ist dagegen ein Bild in 
Hell und Dunkel komponiert, so Wirkt es gewöhnlich un- 
fertig, da seine Gegensätze gegen den Glanz des Rahmens 
gering erscheinen. 
Der Rahmen grenzt ab und hält zusammen; vorher 
sah das Bild zerfahren aus. Es sieht nun Weit aus, als wäre 
Böcklin verschwenderisch mit dem Raum umgegangen. 
Blau steht immer schön zu Gold und bekommt, so 
hell es ist, durch Gold etwas Mildes, Sammetartiges. 
Blau ist eben immer Schatten. Gelb steht nicht gut, hat 
vielmehr gar keine Beziehung zu Gold, da Gold gelb ist. 
Auch Scharlach steht schlecht. Rot steht um so schöner, 
je mehr es Blau enthält. Auch Grün steht eben deshalb 
schön zu Gold, weil es Blau enthält. 
Der Goldpalaierrahmen hat Licht, Tiefe und Reflexe 
wie ein echter Goldrahmen; aber er hat nicht die Farbe 
des letzteren (auf seinen stumpfen Flächen), die bei der 
Anadyomene z. B. zur Harmonie des Bildes gehört. 
Anno 1858 hat Böcklin in Basel ein Kinderkonzert 
gemalt; Kinder, die vor einem Hause musizieren  Wahr- 
scheinlich nackt und ideal gehalten  und den Pan im 
Schilf begonnen, wie Fritz Burckhardt mir erzählte. 
Böcklin sagte heute, an dem Pan hätte er in München 
nichts_mehr gethan; die Landschaft bei Voltz hätte er 
in vierzehn Tagen gemalt, im wWettrennem: mit Steffan
        

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