Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459277
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lichst nahe kämen und sich für optische Versuche eignen: 
Verrnillon, am besten der aus England kommende 
Scarlat-Vermillon (Böcklin sah ihn in München beim 
F arbenhändler Brugger), mit dem man auf gewöhnlichen 
Vermillon einen noch viel leuchtenderen Fleck setzen 
könne. Er wäre bedeutend feiner als sonst gerieben, das 
mache viel aus. Chromgelb. Pariser Grün als neutralstes, 
leuchtendstes Grün. Feinster Ultramarin. Karmin. 
Böcklin sprach dann von den Bindemitteln, um 
diese Farben auf Papier aufzutragen: Guter Tischlerleim 
ist dem Gummi arabicum, auch dem Fischleim vorzuziehen; 
denn er schwindet beim Trocknen im Volumen mehr, als 
diese; es werden damit die Farbenteilchen enger und zu 
gröfserer Leuchtkraft zusammengedrängt. Von der gelben 
oder braunen Farbe des Leims hat man bei der starken 
Verdünnung und bei dem geringen Quantum, das not- 
wendig ist, keine Trübung zu befürchten. Auch ein Zu- 
satz von Kopaivenbalsam zum trockenen Pigment würde 
in diesem Falle ein gutes Bindemittel abgeben. Böeklin 
machte darauf dieses Experiment, nahm trockenen Ultra- 
marin, etwa halb so viel Kopaiva und mischte dieses mit 
dem Spachtel so durcheinander, dafs es einen dicken 
Teig gab. (Das Bindemittel macht den Ultramarin fast 
schwarz, Während V ermillon fast unverändert im Ton bleibt.) 
Diesen Teig strich er dann mittels ißorst- und Haarpinsels 
auf ein Papier von der gewünschten Gröfse; da der zähe 
Teig im Pinsel nicht recht Hiefst, nahm er rektiüzierten 
Terpentin dazu, der in der Mischung nichts verändert. 
sondern völlig verdunstet. Da sich diese Farbe durch
        

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