Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459129
335 
sehr unterschieden sind und zwar bei gewissen Farben 
mehr, bei anderen weniger. So stimmt z. B. Schwarz, 
Gelb und Rot, ja das Schwarz ist hier fast notwendig. 
Andere Zusammenstellungen stimmen schlechter, so z. B. 
Gelb, Himmelblau und Schwarz; Gelb und Dunkelblau 
stimmt gut, und das Schwarz ist dann sogar überflüssig. 
Keine Farbe sieht getrübt schlechter aus als Gelb. 
Die geringste Trübung oder Unsauberkeit macht es zur 
häfslichsten Farbe. 
Zinnober mit Zinkweifs gemischt wirkt reiner und 
leuchtender, als mit Kremserweifs; je intensiver jedoch 
die Mischung und je mehr sie sich dem reinen Zinnober 
gnähert, desto unmerklicher werden die Unterschiede. 
4. April 69. 
In der Blumenausstellung. Böcklin sprach neulich 
davon, dafs eine lichte starke Farbe vor einem dunkleren, 
anders gefärbten Grunde in dem ausgestrahlten Licht- 
Schimmer eine komplementäre Farbe zu haben scheine. 
Ich habe daraufhin bei den Blumenfarben Beobachtungen 
anstellen wollen, aber nur in wenigen Fällen etwas finden 
können, vielleicht Weil die Farben nicht hell genug beleuchtet 
Waren und nicht in ihrer ganzen Reinheit erschienen. 
Bei rosafarbenen Azaleen, die vor einem Warm grünlich- 
Schwarzen Grunde standen, schien der ausgestrahlte 
Schimmer in schönem leise über den Grund geschum- 
mertem Blauviolett. Zwischen orangerosa Azaleen und 
Schwarzem Grund glaubte man ein leises Ultramarin zu 
sehen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.