Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459107
w 
Luft hinter dem Kopf; als gröfstes Dunkel das Haar  
fast nur violettes Eisenoxyd (durch Mischung mit etwas 
Weifs fast grau werdend), das Gesicht auch Eisenoxyd- 
weifs. 
Gegen das Interesse, das lebende Wesen bieten, kann 
man selbst mit den bizarrsten Formen kein Gegengewicht 
schaffen. Das zeigen die Preller'schen Landschaften. 
Welche Anstrengungen sind hier gemacht, durch An- 
häufung kuriosester Formen etwas der bedeutungsvollen 
Staffage Stichhaltendes zu geben, und doch ist es nicht 
erreicht. Wenn man in einer Ecke eine bedeutungsvolle 
Staffage bringt, so mufs man auf der gegenüberstehenden 
Seite etwas fast gleich Bedeutendes bringen. Eine Fern- 
sicht, die der Blick fast vor allem aufsucht, ist nun bei- 
nahe das bedeutendste landschaftliche Interesse, das man 
geben kann, und doch reicht auch dieses kaum aus. 
April 
Bild des verstorbenen Knaben. Böcklin liefs 
ihn erst die Blumenblätter einer zerpiiückten Rose streuen 
und dabei das Gesicht dem Beschauer zuwenden; der 
Arm kam ganz verkürzt heraus. Nachher fand er es 
aber zu pathetisch und unnatürlich; es wäre zu deklama- 
torisch; ein Kind benehme sich nie so; ein Kind halte 
keine Reden und thue nichts von philosophischer Be- 
deutung, wie hier das Gleichnis mit der Rose. Er ließ 
es dann den Arm einfach auf die Wolke lehnen und den 
entblätterten Rosenstiel in der Hand halten, während die 
21?
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.