Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1459041
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im 1-2 zölligen Fette. Hals ganz kurz durch die An- 
strengung des Herabsteigens und durch das unter den 
Wangen hängende Fett. Sein Arm wird, aufser der 
Hand mit der Syrinx, fast ganz im Grase versteckt werden. 
Es ist für die Einfachheit eines Bildes immer günstig, 
wenn man Unnützes verstecken kann. 
Böcklin will nun erst die Umgebung zu dieser Figur 
stimmen, dafs sie ihre Modellation hebt, und dann weiter. 
gehen. 
Bevor er daran ging, diesen Pan farbiger zu machen 
(oder vielmehr die Ursache, welche dieses erheischte), 
hatte Böcklin die Luft einfarbig blau mit geringer Ab- 
stufung nach unten übermalt (grüne Erde nur wenig, 
grünen Kobalt und blauen Ultramarin mit KVeifs). Darüber 
will Böcklin, sobald die Luft trocken ist, und grüner 
Kobalt trockne fast während des Malens, die fernen Wind- 
und Federwolken mit reinem Weifs lasierend malen. Ihre 
gebrochene Farbe entsteht dann auf die gleiche Weise 
wie in der Natur und mufs richtig sein. Zudem ist es 
schwer, wenn man Luft und NVolken zugleich malt, die 
feine Abstufung der ersteren so gut zu treffen, wie man 
Sie auf diese Weise mit Leichtigkeit erreiche. 
Auf meine Frage, 0b Morgen oder Mittag? antwortete 
Böcklin, er stimme so lange, bis es ihm schön und an- 
genehm zu den Figuren scheine. Er fände keinen so 
grofsen Unterschied in den Tageszeiten, wenn nicht gerade 
VOH Auf- oder Untergehen der Sonne die Rede sei oder
        

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