Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458986
3II 
fast die reine Leinwand 
tönen nur ganz zart mit 
stehen blieb und 
Farbe übergangen 
in den 
wurde; 
Halb- 
In Berlin ist gegenwärtig ein Bild Makarts ausge- 
stellt: die sieben Todsünden. Auf die Mitteilung hin, 
die ich darüber .v0n Hause erhielt, sagte Böcklin: Makart 
spekuliere in allem nur darauf, was vor dem Publikum 
wirke. Bald bringe er einen Vorhang, bald Anderes ohne 
Grund und Beziehung an, nur weil es ihm Effekt mache. 
Auch die Wahl seiner Gegenstände sei derart. Er suche 
Alles zu vereinigen und auszunutzen, von dem er gesehen 
habe, dafs es bei Rubens oder Correggio u. A. Wirkung 
mache. Piloty habe viel mehr Ernst in seiner Malerei und 
habe ein höheres Streben. 
Wie s enqu elle. Ueber die Färbung der Blumen auf 
der oberen Wiesenlläche. Böcklin suchte zu prüfen und ab- 
zuwägen, wo zum Teil zufällig entstandene Kombinationen 
von Tönen angenehm, sanft oder leuchtend zu einander 
Sprachen und wo nicht. Das der Skala des Bildes ent- 
sprechend immer noch sehr weifsliche Rot der Mohnblumen 
war lichtlos, wo es vor Grün stand; jedoch leuchtete es 
V01" dem etwas grünlichen Blau der Luft und vor Bräunlich- 
Grau. Es müsse daher für dieses Strahlen die komple- 
mentäre Farbe gefunden werden, die das Rot an solchen 
Stellen zu begleiten habe. So die blauen Blumen (Ultramarin 
und Weil's). Sie erschienen hart, wo sie gegen das kalte
        

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