Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458972
3I0 
Narzissen, gelbe und blaue Blumen. Ueber der weiblichen 
Figur leuchtend hellgelbe Blumen, deren Brillanz durch 
einige hellblaue noch verstärkt ist. Die Nymphe erhält 
dadurch eine Wunderschöne, kühle, gedämpfte Erscheinung, 
die doch dabei etwas Kristalliges, Durchsichtiges hat, 
während die Knaben oben ein helleres, sonniges Licht 
erhalten. Ein rosa blühender Baum rechts oben auf der 
Wiese verbindet den unteren und oberen Teil des Bildes. 
Ob blühender Pfirsich- oder Mandelbaum, sei von fern 
nicht erkennbar; höchstens daran, dal's der Piirsichbaum 
meist kleiner, der Mandelbaum gröfser ist. 
17. März 69. 
Wiesenquelle. Neben der Quellnymphe hat Böcklin 
viele grüne Töne, oben kaltgrün, unten gelbgrün, ange- 
bracht; alle Töne jedoch in der jetzigen Skala im Ver- 
hältnis noch ziemlich grau. Hinter dem Oberkörper und 
rechts vom Torso malte er recht warm violette Tiefen, 
um der Figur wieder Licht zu geben. Ebenso neben der 
Figur und dem Kopf des dicken Pan graugrüne Töne, 
um ihn bei geringen Mitteln recht rot erscheinen zu lassen. 
Neben dem grünlichgelbgrauen, jungen Pan hat er aber 
violettgraue und blaugraue Töne als Flecke auf dem Fels- 
stück angebracht, die ihm das Gelbe des Körpers heben 
und den grofsen Unterschied der kaltgrünlichen Halbtöne 
(grüner Kobalt auf den gelblichen Leinwandgrund lasiert) 
und des gelblichen Lichtes (fast die reine Leinwand) zu 
einem Gesamtton zusammenwerfen. Die Anlage ist bei 
diesem Panisken und den Kindern so dünn, dafs im Licht
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.