Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458947
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riesige Eichenstämme neben seine Figuren, die ihm da- 
durch abermals winzig wurden (Drusus und Velleda)  
kurz, nie das rechte Mafs in Nebensachen, wie er über- 
haupt nicht das malerische, sondern das antiquarische 
Interesse in die erste Linie stellt. Konnten neben der 
Velleda nicht auch dünnere Stämme wachsen? Dicke 
Eichstämme gehören in landschaftliche Bilder nur, wenn 
man sie als alt und riesig hervorheben Will. Mit dieser 
Tendenz hätte Dupre einmal ein Bild gemalt, wo zwei 
riesige, 5-7' dicke Eichstämme fast das ganze Bild ein- 
nahmen, und an dem einen zwei Holzschläger, die mit müh- 
samem Sägen an dem grofsen Burschen noch kaum bis 
zur Mitte gekommen sind. Böcklin bemerkte übrigens zu 
diesem Bilde, das vor acht Iahren von den Münchenern 
so viel besprochen und bewundert wurde, es sei trotz 
seiner geschickten, plastischen Darstellung (durch Lasuren 
und pastose Farben) nicht so bedeutend gewesen. Er 
habe aber einmal von Dupre ein wunderschönes Bild ge- 
sehen: Flache Landschaft, Heide, eine Windmühle; auf 
der in das Bild hineinleitenden Strafse, an einer Weg- 
windung, zieht mühsam ein Frachtwagen; windiges Wetter, 
oben jagen die Wolken; dunstige graue Luft, wie sie bei 
windigem Wetter ist, und in der Ferne ziehen die Wölkchen, 
immer ferner und ferner, in das Bild hinein; ganz hinten 
begrenzt ein blaues, fein gezeichnetes Gebirge den Blick. 
das 
1 5. März 69. 
A n a d y om e n e. Böcklin gab heute 
sonnige Leuchten. Er vereinigte den 
ihrem Körper 
Körper durch 
204"
        

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