Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458907
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malerei, wo sie alles schwer und schwvarz gemacht hätte, 
natürlich nicht brauchen konnten.    
In Rom hat Böcklin Farbenproben am Schornstein 
Seiner Loggia, vwo sie Feuchtigkeit, Sonnenbrand und 
Kälte zu erdulden hatten, drei Jahre lang beobachtet. 
Mittelgrüner Zinnober sei dabei schwarz geworden, Chrom- 
gelb jedoch sei gut geblieben. 
Bei den französischen Dekorateurs habe er ein sehr 
Schönes Grün gesehen (Vert Mylori??), das er sich an- 
SChaffen wolle, da ihm jene Arbeiter versichert, sie hätten 
V0r vierzehn Jahren ein Cafe damit ausgemalt (mit Blei- 
Weifs gemischt), das sich bis jetzt vollkommen gut er- 
halten habe, trotz Rauch, Wärme und Ausdünstung. 
13. März 69. 
Er pflege gern eine gegenwirkende Farbe, die eine 
Stelle in Harmonie setzen soll, immer ziemlich fern an- 
zubringen, damit das Auge gezwungen wird, das ganze 
Bild zu durchmessen. Slo müssten ihm bei der xWiCSCD- 
qüellem die farbigen Pane den Kinderkreis oben in 
SChaCh halten. Er zeigte mir dann die Putten, die 
er in den Tönen ganz vorsichtig (dabei aber frei in der 
Form und nicht kleinlich ängstlich) angelegt hat. Ein kalt- 
Violetter Ton, mit dem er ganz leise modellierte, gab ihm 
zu dem gelblichen Lichtton, zu dem er die blofse Leinwand 
benutzte, den Mittelton ; zu den schmalen Schatten am Körper 
Wufstö er die leisen KQhlenstriche der Aufzeichnung zu be- 
nutzen, die dem darüber gebrachten Mittelton ein wärmeres 
Bräunlichgrau gaben. Böcklin äufserte, er fürchte sich fast,
        

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