Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458863
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Ton des Erdreiches unter der Wiese dahinter und probierte 
ein Stückchen blaue Luft dazu. Und als der Ton des 
Fleisches nun ein bischen zu kalt aussah und zu Weifslich, 
ging er mit kaltrosavioletten und kalthellgraugrüneil Tönen 
links oben über die Wiese, immer diagonal entgegen- 
gesetzt die Beziehungen suchend.  Heute nun ging er 
Sßgleich an das rote Gesicht und den gelblichroten Körper 
des dicken Fauns, und als ihm das Gesicht zu bunt rot 
erschien, malte er dahinter einen farbiggrünen Ton  
WiesenpI-lanze  der durch seine Lebhaftigkeit das Rot 
wieder brach. 
Nun will er vor allem erst den Schatten des Fels- 
gebildes unter der Nymphe malen, um einen Mafsstab 
für die Dunkelheiten zu haben. Er meinte auch, er würde 
diesmal bedeutend schneller fertig, als mit dem vorigen 
Bilde, weil er nicht so viel Landschaft darauf habe. 
9. März 69. 
Wiesenquelle. Die Pangestalten sind vortrefflich 
Charakterisiert; der eine fett mit dickem Wanst und tief- 
liegendem Nabel; dickes Gesicht, Stumpfnase, grofse 
graue Augen, dazu etwa handlange, gewundene Ziegen- 
hörner mit gelblichweifsem Haar dazwischen, kleiner iveifser 
ZWickelbart am Kinn, Beinhaar am Unterschenkel weil's, 
am Oberschenkel weifslichgelbe und dunkelviolette Flau- 
SChCn gemischt. Der andere ganz mager und schlank, 
Von graugelber Farbe, Haupt- und Schenkelhaare nur 
Wenig dunkler und wenig wärmer, von rechtem Bocksgelb, 
mit glänzenden Lichtern auf den langen Haarüauschen.
        

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