Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458844
297 
Luft tanzend s- der Kinderreigen. Dies ist viel poetischer 
und märchenhaften Das vorige war zu real. 
Nach dem kleinen Entwurfe, den er vorher von dieser 
Idee mit Kohle und Pastell gemacht hatte, übertrug er 
durch einige weite Quadrate die Raumverteilung auf das 
etwas verschiedene Feld der Leinwand und entwarf dann 
die Figuren frei mit feinen, vorsichtigen Kohlenstrichen; 
er gab dabei nur das Allernotwendigste an, um Bewegung 
und Ausdruck anzudeuten. Was er aber andeutete, gab 
er voll höchsten Lebens: kein einziger toter Strich, der 
nur der nüchternen Richtigkeit wegen gemacht wurde. 
Dabei war ihm die Verteilung der Figuren in den Raum 
Zunächst das Wichtigste, und um das Landschaftliche 
kümmerte er sich vorläufig noch mit keinem Strich; das 
mufs sich den gegebenen Bedingungen fügen.   
Bei dem Porträt des irrsinnigen Herrn hat" Böcklin 
die Kohlenaufzeichnung mit Terpentin und Kopaivenbalsam 
übergossen und dann hineingemalt; so verbindet sich die 
Kohlenaufzeichnung mit der Malerei: Wartet man nun 
ein bis zwei Tage, so ist alles hart fixiert, und man kann 
Ohne Unbequemlichkeit darüber malen.   
Sein Quellbild will Böcklin vorm Malen auch so 
übergiefsen; vorher wird er es aber  bei matten, ge- 
Wischten Schattenangaben  sorgfältig durchzeichnen und 
die Lichter herauswischen, ebenso die an einigen Stellen 
gebrauchte Pastellfarbe; denn die Fixierung macht alles 
um ein Bedeutendes dunkler.  (1 
Späßerer Zusatz : 
Er 
hat es aber nicht gethan, 
sondexßän
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.