Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458796
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Magdalena etwas warme Lasur, um diese kälter hervorzu- 
heben. Augen und Mund der Magdalena etwas rötlich, 
verweint (Morellensalz). Breite des Bildes 5-51], Fufs, 
Höhe vielleicht 3 F ufs; mit Oelfarben und Kopaivenbalsam 
gemalt. 
Die andere, Photographie, die des Da phnis hat das 
Bild, das gewifs farbiger ist als die Villa am Meere, etwas 
verändert wiedergegeben. Die Amaryllis ist hell, und der 
feine Wechsel zwischen grünen Reflexen auf den Schatten 
und Unterseiten ihres Kopfes und den kalt-rosagrauen der 
Lichtseite ist fast ganz verwischt. Die Luft gab die 
Photographie fast ganz weifs. Alles jedoch sah schlagend 
natürlich aus, denn wenn die Photographie auch die 
Farben anders wiedergegeben hat, so thut sie das ja in 
gleichem Mafse nach der Natur auch.  
Mit dem Q u ellbild e giebt sich Böcklin noch immer 
nicht zufrieden. Als er es in Rom begann, War es schon 
die zweite oder dritte Umgestaltung; dann malte er in 
Basel eine kleine (vierte) Skizze von 3lf2ä4' Höhe, die 
wunderschön angelegt War: oben Morgennebel und die 
tanzenden Kinder, rechts eine schmale Nische in senk- 
rechter kalt-graugrüner Felswand, in der eine himmelblau 
gekleidete, bekränzte, schmächtige Quellnymphe sitzt; 
links an dem Felsen lehnend: der Faun; unten zwei 
Kindcrgestalten, von denen die eine sehr drollig auf einem 
Quellkrug reitet; nach unten T errain und Felsen, mittel- 
graubräunlich. 
        

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