Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458637
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Die Gipsleinwand, worauf Böcklin die Anadyo- 
mene gemalt, ist so dünn grundiert, dal's überall das 
dunkle Fadenkorn der Leinwand durchscheint, und da 
das Gewebe ziemlich grob und Böcklins Malerei ziemlich 
dünn und lasierend, so ist es ihm nicht gelungen, diese 
schwarzen Punkte zu bannen. An manchen Teilen des 
Körpers, besonders an der Hand, scheinen sie beim nähern 
Zusehen sehr störend durch. Am besten sind .darum 
gut ausgetrocknete, fehlerfreie Holztafeln, die deshalb 
auch von den Alten so gern gebraucht wurden. Die 
echten Bilder von Rubens in München: "Sturz der Ver- 
dammten", "Amazonenschlacht", "Porträt seiner Frau" etc. 
seien alle auf Tafeln, die sich nicht im mindesten ver- 
ändert oder geworfen hätten. Die "Knaben mit der 
Fruchtguirlande" (auf Leinwand) hält Böcklin nicht für 
Original von Ru b ens, sondern für das Werk eines Nach- 
ahmers, vielleicht I0 r d a e n s. 
Quellbild: Die Luft bei der Fernsicht neben dem 
Faun mufs ganz kaltweifs sein und darf weder gelben 
noch roten Schein haben, damit dem Faun keine von 
diesen Farben entzogen werde und damit man von der 
äufsersten Ferne bis zum Vordergrund die volle Farben- 
skala habe.  
30. Januar 69. 
Böcklin machte mich auf eine Luft aufmerksam, die 
man aus dem Fenster sah, und meinte: so male Blas ch 
        

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