Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458503
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Warm Grün (als Reflex des Wassers) nachhelfen 
Das mit Oel Gemalte war ganz unvergleichlich 
als das vorher mit Pastell aufs Bild Gezeichnete. 
mufste. 
dunkler 
Bei Daphnis und Chloä. Ich ginge immer zu früh 
an ein Ausbilden der Körperformen, bevor ich die „Gruppe" 
zusammenhätte. Ich solle vor allem hiernach trachten, und 
das Andere nur in (leichten) rohen Kohlenstrichen lassen. 
Nie an einer Figur einzeln etwa auszeichnen, sondern 
immer an der Bildung der Gruppe zeichnen.  
Meine Aeufserung: „beim Anfangen des Bildes die 
Figuren weiter auszubilden, um der Richtigkeit ihrer Ver- 
hältnisse gewifs zu sein", tadelte Böcklin entschieden. 
Man solle immer vom Malerischen ausgehen. 
15. Januar 69. 
Zu Vorlagen ist nichts recht geeignet, Was nicht in 
"der Technik und für die Technik gemacht ist, in der es 
kOpiert werden soll. Calames Vorlagen sind mit 
Lithographenfertigkeit (und man möchte sagen mit 
einem gewissen Lithographierstrich) gemacht, und obwohl 
vielleicht kleine Naturskizzen zu Grunde liegen, sind sie 
doch in ihrer Ausbildung fast ganz auf dem Lithographier- 
Stein und für diesen erfunden. Keine naturalistische 
Genauigkeit. Wegen aller dieser Uebel sehr schwer vom 
Schüler zu kopieren.
        

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