Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458485
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Zum stärksten Relief zu bringen, wozu das Meer dann 
tief grünlichdunkelblau und ebenfalls sehr farbig gehalten 
worden. Täuschende Naturwahrheit hat der Schwimm- 
fufs des Meercentauren rechts, der im durchsichtbaren 
Wasser sichtbar ist. Das Meer daneben ist dunkel- 
grünlich, der Fufs durchscheinend heller und eine Spur 
gelblicher, auf dem Wasser hellrotgrau (farbig) und total 
anders als die Farben im Wasser: die glitzernde Spiegelung 
des rotbraunen Körpers. Auch die Verkürzung durch 
die Brechung des Wassers ist meisterhaft: dafs der Teil 
im Wasser scheinbar früher beginnt, als man es erwartet. 
Beim zweiten Triton, erzählte Böcklin, habe er schnell 
wirksames Relief erzielt durch sehr farbiges, unvermitteltes 
Nebeneinandersetzen der Töne. Das Relief der Gruppe 
bedingte, dal's die Fischsclwvanzspitze tief schwarzbraun 
gehalten werden mufste. Da Wo sie ins Licht tritt, 
glitzern und schillern die Schuppen in bunten Farben. 
11. Januar 69. 
Böcklin sprach von verschiedenen Techniken. 
Der Kopf eines alten Mannes in S. Luca in Rom ist von 
einem gewissen Caralieri, der sein Geheimnis mit ins 
Grab genommen. Obwohl schlecht gemalt, ist er doch 
merkwürdig schön und leuchtend in der Farbenqualität. 
Anders die Pannini-Farben, die in Rom gegenüber 
dem Palazzo Borghese verkauft werden. Man erhält sie an- 
gerieben mit einem schnell sich verflüchtigenden Binde- 
mitfel und versetzt sie beim Malen mit einem Ambra- 
Oder Bernsteinflrnis, so dal's kein Tropfen Oel auf das
        

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