Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458389
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in der Komposition nicht gestattet und kaum möglich 
gewesen, wenn Böcklin nicht auch unter der Figur 
soviel Terrain geschaffen hätte. Alle Lichter scheinen 
dunkler als das untere Luftlicht. Um ihre Model- 
lierung zu verstärken, haben die Kanten der Felsstücke 
weifse Flechten oder zeigen den nackten hellen Stein, 
während der mittlere Teil der Flächen mit dunkleren 
Tönen (verwittert oder mit dunklen Flechten) bedeckt ist. 
 Die vertieften, zurückspringenden Ecken haben dunkle 
(weiche!) Risse und treten dadurch mehr zurück. Die 
gröfseren, weifsen, rundlichen Flechten mehr in der Mitte 
der Felsflächen wirken in der Disposition des Bildes wie 
helle Blumen und haben ähnlichen Zweck. Sie verstreuen 
und verteilen das Licht über die ganze Komposition, 
helfen angenehm für das Auge die Lichter gruppieren 
und leiten das Interesse des Beschauers. 
Einen dunklen Stamm hell durchkreuzende Aest- 
Chen eines andern bewirken das Zurückgehen des ersteren, 
ebenso umgekehrt, dunkel durchschneidende Aestchen 
von einem hellern Stamm. 
Dezember 
Uebelstände im Fresko. Das neu beworfene 
Stück für die letzten Engel rechts hörte schon fast am 
4- Tage auf zu binden, da die unteren Lagen schon zu 
alt gewesen waren. Böcklin bereute auch, dafs er es 
dem Maurer habe durchgehen lassen, die letzten Lagen 
dieses Stückes nicht zu schlagen. Er hat die Ober- 
iläche nur durch vorsichtiges Reiben mit dem Brettchen
        

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