Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458252
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Brücke über einen ausgetrockneten Bach, der vorn nur 
noch einen Tümpel ganz stillstehenden Wassers hat; die 
Steine weiter hinten sind teilweise oder ganz mit dem 
trocknen, gelblich weifsen Kalkschlammabsatz überzogen. 
Auf dem Weg einige Figuren. Im Mittelgrund einige 
immergrüne dunkle Eichen, vorn an den Seiten des Bach- 
bettes viele dunkle Eichenbüsche und links über der hohen 
verkürzten Hügelfläche eine Ortschaft. 
Fresko. 
Dezember 
Prof. Hagenbach sprach über den Prozefs der Kalk- 
bildung. Durch Aufspritzen von vielem Wasser wird 
im Fresko die Verwandlung in kohlensauren Kalk (das 
Häutchen) befördert. Der wDavidK habe darum so schnell 
aufgehört, zu binden. Man kann die Bildung des kohlen- 
sauren Kalks beschleunigen; wenn man z. B. einige Male 
über Kalkwasser oder über das Wasser einer Kalkfarbe 
haucht, so bildet er sich gleich. Auch aus gebranntem 
ungelöschtem Kalk würde die Luft mit der Zeit, vielleicht 
in einigen hundert Jahren, kohlensauren Kalk bilden. Der 
untere, am Bild getrocknete erste Kalkmörtelbewurf schluckt 
noch (nach 14 Tagen), obwohl er ganz trocken scheint. 
Böcklin hält ihn trotzdem noch nicht für ganz trocken und 
meint, er bände noch.  
Hagenbach sagt: Wenn man eine solche Fläche mit 
Kalkwasser überstreicht, so bindet sie gewifs noch für 
einige Stunden und würde sich gewifs ganz wie eine 
dünne Lage Kalk verhalten.
        

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