Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458239
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Wenn die Haut, die sich darauf bildet, auch nur dünn 
ist, so löst sie sich bei leichtem Waschen Wenigstens 
nicht auf und Wird immer härter, je älter sie wird. (Ob 
diese später darüber gemalte Farbe aber wirklich dauer- 
haft ist und nicht abplatzt, ob dem Darübermalen durch 
das Ausschwitzen in perligen Tropfen eine Grenze gesetzt 
wird, und Wann dieses eintritt, darüber hat Böcklin jedoch 
noch keine Erfahrung.)  
Prof. Fr. Burckhardt hat Freskogrund und Marmor- 
stuck unter dem Mikroskop untersucht, konnte aber über 
den Prozefs der Kristallisation nichts endecken; man sah 
nur eine einfache, Weifse Masse. 
Prof. Jakob Burckhardt Wollte den Kopf der Magma 
parens lachender haben. Böcklin gestand das nicht zu 
und meinte, die Lieblichkeit müfste in der Form liegen 
und indem freudigen (nicht lachenden) Ausdruck der 
Augen. 
Die Lichtfarbe des Gewandes ist so hell, dafs die 
Halbtöne im Fleisch, namentlich die verkürzte Fläche über 
der Brust, etwas dunkler dagegen stehn. Böcklin wieder- 
holt dabei aber immer, dafs alles so hell würde, dafs die 
Unterschiede beim Auftroclcnen nur sehr gering erscheinen 
werden. 
gut 
Chromrot 
bewährt. 
(von 
Pettenkofer 
empfohlen) 
hat 
sich 
ganz 
Es ist eine Spur blasser geworden; doch daran ist 
vielleicht auch die frische Untermalung der Flamme mit 
Weifsem Kalk schuld.
        

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