Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458198
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Caravaggio liegt etwas Rohes, oft Brutales. In den meisten 
ihrer Bilder sieht man fast nur die Sucht, zu imponieren. 
Böcklin hat das „erste Oktoberfest", das er im 
alten Atelier hat stehen lassen, zurück erhalten. Er hatte 
es mit Wachsfarben auf eine sehr alte Tischplatte (von 
hartem Holz) gemalt. Die Tischplatte war aber geiiickt 
gewesen und hatte zugekittete Risse, die später durch das 
Bild durchwuchsen und es ganz verdarben, so dafs er 
genötigt war, das Bild noch einmal zu malen. Böcklin 
hatte das Bild etwa 1865 gemalt, kurz bevor ich nach 
Rom kam, und seine Frau spricht von jener Zeit als von 
einer sehr fröhlichen. Böcklin sei beim Malen immer 
voll heiterster Laune gewesen. Die spätere Wieder- 
holung sei nach ihrer Meinung lange nicht so glücklich 
ausgefallen. 
Viola ist mit Harzfarben gemalt, nicht mit Wachs. 
Mit Harzen, die in Wasser aufgelöst und als Leim ge- 
braucht worden sind, also eher als Leimmalerei zu bezeichnen. 
Darübermit OelfarbenundKopaivenbalsam. Das „Oktob er- 
fest" Wäre auch keine eigentliche Wachsmalerei allein, 
sondern alles durcheinander. Aus den Rissen der Holz- 
platte, die mit einem Kitt, Worin Olivenöl, ausgekittet 
sind, hofft er das Olivenöl durch Benzin oder andere 
ätzende Mittel herausbeizen zu können und dann die Risse 
auszuretouchieren.  
November 
bild 
(Sonntäg) Böcklin äufsertc, er fühle, dass er das Fresko- 
jetzt in seiner Gewalt habe, Alles und besonders
        

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