Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458101
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bedecken 
und 
dann 
dieses 
erst 
beim 
Zusammenstimmen 
entfernen. 
 Böcklin sagte, er verstehe nicht, was Armenino über 
Frcsko-Technik sage: dafs man sich Licht- und Ueber- 
gangston und Schatten für das Fleich mische und dann 
durch Ineinandergiefsen dieser Töne die übrigen Ab- 
stufungen zu erreichen suche. Das würde doch eine trockene 
Malerei werden, und alle Freiheit und alles Herausfühlen 
der Töne und des malerischen Effektes würde einem durch 
solch pedantisches Verfahren genommen. Armenino War 
Professor und Maler, jedoch glaubt Böcklin, dafs keine 
Bilder von ihm existieren, so dafs man kein Urteil hat, wie 
weit er Pedant und wie weit er Künstler War.  Armenino 
erzählt auch von Tintoretto mit grofser Bewunderung, wie 
er ein Bild (Fresko?) aus einem dunklen Ton rein mit 
Licht herausmodelliert habe. 
Die Rezepte dieser Kunstschriftsteller nützen einem 
nicht viel; nur dazu, dal's man einmal ihre Angaben 
probiert und sich überzeugt, dafs nichts daran ist. Es 
geht alles auf technische Kunstgriffe hinaus, und das liegt 
dem wahrhaft Künstlerischen doch so fern. Die Maler 
der Zeit Armeninos und andere waren keine wahren 
Künstler, undüberall kommt an ihnen ein handwerklicher 
Sinn zum Vorschein. Es ist mit jenen Schriftstellern und 
ihren Büchern so wie z. B. mit den Bildern von Francia, 
dessen Hauptinteresse ist, die Luft auf dem Bilde recht 
glatt zu kriegen und wolkenlos (da er das Wolkenmachen 
fürchtet, und er dann oberflächlich ein recht hölzernes
        

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