Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1458068
219 
dann mit dem Brettchen glatt verrieben. Der Grund ist 
sehr delikat und hell, jedoch nicht so hell wie reiner Kalk, 
auf dem das daraufgestreute Weifse Marmorpulver durch 
die Feuchtigkeit, die es aufsog, dunkel wurde. (Vielleicht 
enthielt auch die vorletzte Schicht neben dem Sand noch 
etwas Marmorpulver.) 
Um die Zeichnung aufzupausen, wurde auf das unter- 
zuschiebende Pauspapier Rötel (Bolus) verrieben und als- 
dann die Konturen mit einem Griffel (vielleicht Bleistift) 
durchgedrückt. 
Dann legte Böcklin den oberen Teil mit den Putten 
flink mit dem Luftton in NVirkung an, das Licht mit einem 
Ton (ohne grofse Berücksichtigung der Konturen) und 
malte dann den Luftton etwa, wie er werden sollte. (Schwarz, 
Kalk, etwas blauer Ultramarin und etwas grüner; als sich 
das aber zu kalt erwies, noch tüchtig hellgrüne Erde dar- 
unter.) Dann wurden die obersten Putten weiter in Wirkung 
zur plastischen Erscheinung herausgebracht und zwar: erst 
mit einem Ton aus dem Luftton mit mehr grüner Erde 
und ein bischen Schwarz modelliert und dann wieder ganz 
dünn das Licht gedeckt (um darauf die Form mit Licht 
herauszumalen). Dann wurde Hintern, Füfse und etwas 
am Kopf ziemlich farbig mit hellrotem Eisenoxyd ange- 
tuscht und das Licht mit einem warmen hellen kalk- 
gemischten Ton anfangs dünn und vorsichtig herausrno- 
delliert und leiser bis in die Schatten hinein. Dann wurden 
mit einem luftigen Ton (nur etwas dunkler als der Luftton) 
die Schatten hineingesetzt und die unteren Schatten unter 
Hintern, Kopf (Halsfalten), Zehen und unter der Achsel-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.