Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457786
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Grunde gegangen. Er hatte Smaragd-Grün (Vert Emeraude) 
gebraucht, welches schon nach kurzer Zeit als blauer 
Schimmel aus dem Bilde vorwuchs. Darauf versuchte er, 
es wieder in Stand zu setzen, und verlor über dem Aendem 
Geduld und Lust dazu. 
Amaryllis und einen zweiten Eremiten hat Schack. 
Den e rs t e n besitzt Herr Preiswerck in Basel (Eisengasse, 
Kaufmann), der bei Verlosung des Kunstvereins auch noch 
das n e u e O kt o_b e r f e s t gewann. (Pate bei einem 
BöcklinschenKinde.) Das erstgemalte Oktoberfest 
hat er noch im Atelier. Es war ungleichmäßig nachgegilbt. 
Den P e t r a r c a besitzt Herr Merian (Kaufmann, Alban- 
Thorstrafse). 
Oktober 
Mittwoch. Schöner Herbstnachmittag. 
über Mönchenstein nach Arlesheim. 
Mit 
Böcklin 
Bei den waldigen Abhängen in Arlesheim erinnerte 
Sich Böcklin eines wunderschönen Frühlingsabends, den er 
dort erlebt. Die Wiese üppig voller Blumen, die Bienen 
Summend und drei Mädchen Arm in Arm singend über 
die Wiese gehend. 
Man sollte einen Kunstjünger nie auf das B ot anisch e 
und auf naturhistorische Genauigkeit führen, sondern 
ihn vielmehr nur dazu anleiten: wenn er etwas Schönes 
sieht, sich zu fragen, warum es so schön auf ihn wirke. 
Man findet immer eine Antwort. Entweder ist es schöne 
Licht- und Schatten- oder Farbenverteilung im Raum, oder
        

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