Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457773
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Jetzt, äufserte Böcklin, hätte er nicht mehr wie früher 
Freude an dem blofsen organischen Herausbilden eines 
Bildes; er fühle nur das Verlangen, durch grofse Erscheinung 
in seinen Bildern zu sprechen und Bilder in Beziehung 
zur Bestimmung von Architekturen herauszubilden, wie die 
Aufgabe gewesen sei, die er in der Sarasinschen Villa 
gehabt hätte. 
Beim Bild des David hatte ich den Engelsfiügel mit 
zu ängstlicher Genauigkeit durchgeführt. Böcklin sagte, 
er passe nicht zum Uebrigen; er müsse unnaturalistischer 
sein, denn so ziehe er vor allen andern Dingen die Auf- 
merksamkeit auf sich. 
B ei 
(Fresken 
den vergilbten Wandbildern 
und Oelfarbenanstrich): 
im 
Rathause 
Wie dumm ist es, wenn die Kunstgelehrten von alten 
Malern, wie Ti zian, Rub ens u. s. W. sagen: sjenes Bild 
ist noch aus seiner guten Periode, aus der des GOlÖIOIISA 
Es sind die früheren Bilder, bei denen sie die Behandlung 
mehr gequält haben und die deshalb nachgegilbt sind. 
Später haben sie ihre Ideen schneller und frischer 
lxeruntergeschrieben, daher haben sie sich besser in ihrem 
ursprünglichen Ton erhalten. Der Ausdruck wschöner 
Goldtonu ist überhaupt etwas Unsinniges; als sei dies das 
anzustrebende Ziel.  
Ueberdas Ende und den Verbleib einiger seiner 
Bilder erzählte Böcklin: Das Waldbild mit derFaunen- 
familie (das erste, welches ich von ihm sah) sei Izu
        

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